Traumabewältigung

Sport und Bewegungskultur in der Friedensarbeit

Ein Frieden, der auf Emanzipation und Veränderung nicht zuletzt der Geschlechterrollen abzielt, braucht einen klaren Geist.

hat im Frühjahr 2016 als Dipl.-Sportlehrerin und Bewegungstherapeutin, die auf psychische Probleme spezialisiert ist, zu E+Z/D+C beigetragen. Sie arbeitet seit Juli 2013 als Fachkraft bei der Young Women’s Christian Association of the DR Congo (YWCA-DRC), vermittelt von Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst im Programm Ziviler Friedensdienst.
 

Nach der Rückengymnastik gibt es eine Massage für alle. S. Bischoff Nach der Rückengymnastik gibt es eine Massage für alle.

In der Verknüpfung von Körper, Geist und Seele in bewusster Bewegungsarbeit kann es gelingen, eigene Ressourcen stärker zu nutzen und den Alltag besser zu bewältigen. Damit können die Teilnehmenden sich selbst ein Stück weit aus ihrer Ohnmacht befreien. Frieden braucht in einer zersplitterten Welt voller Angst und traumatischen Folgen von Gewalt Übung und Training. Ideal dafür sind etwa asiatische Kampf- und Bewegungskünste wie Qigong, Tai-Chi oder Aikido, ebenso Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen. Durch ein beharrliches, angstfreies und spielerisch-kreatives Wiederholen kann ein Entwicklungsprozess entstehen, der zur Bewusstwerdung und Selbstheilung erlernter, oft schmerzhafter Bewegungs-, Denk- und Handlungsmuster führen kann.

Wirklicher Frieden braucht immer Schutz und Sicherheit des Individuums in der Gemeinschaft. Eine emanzipatorisch-interkulturelle Sport- und Bewegungskultur kann eine Menge bewirken. Sie hat die Chance, in pädagogisch-therapeutischer Gruppenarbeit die körperlich-emotionale Wahrnehmung mit dem bewussten Denken zu verknüpfen. Dies Wahrnehmen kann dazu führen, das eigene Handeln im Sinne von stärkerer Kooperation und innerem Selbstbewusstsein zu verändern.

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