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Namibia

Richtigstellung

von Claudia Haarmann, Dirk Haarmann, Herbert Jauch
Der Artikel „Fehlschlag“ von Rigmar Osterkamp in E+Z/D+C 2013/05, S. 216f stößt auf Widerspruch. Projektbeteiligte aus Namibia korrigieren einige Aussagen.

Als ehemalige Projektleiter des Basic Income Grant Pilotprojektes in Namibia und Autoren der  Forschungsberichte möchten wir die folgende Behauptungen von Herrn Osterkamp in seinem Beitrag richtig stellen:

Herr Osterkamp behauptet, das Projekt habe nicht mit empirischen Wirtschaftsforschern kooperiert. Diese Aussage ist unzutreffend. Das namibische Forschungsteam wurde von drei international anerkannten Professoren begleitet. Alle drei sind Professoren der Wirtschaftswissenschaft mit langjähriger Erfahrung in der empirischen Forschung und Publikationen in unterschiedlichen Fachbereichen. Es sind dies Professor Nicoli Nattrass, Professor Mike Samson und Professor Guy Standing, tätig an Universitäten in Südafrika (Kapstadt und Yale), Amerika (Williamstown) und England (Bath).

Gleichermaßen entsprechen Herrn Osterkamps Behauptungen zur Finanzierung des BIG-Pilotprojektes nicht der Realität. Das BIG-Pilotprojekt wurde aus vielen unterschiedlichen privaten und öffentlichen Quellen finanziert. Die Finanzierung kam aus verschiedenen Ländern und nicht nur aus Deutschland. Die Friedrich-Ebert-Stiftung war an der Ausbezahlung des BIGs in Otjivero finanziell nicht beteiligt. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat hauptsächlich eine Kollektensammlung zur Finanzierung des BIGs gespendet. Zu behaupten, Otjivero sei hierdurch 'indirekt' vom BMZ mitgetragen worden, ist eine Verdrehung der Tatsachen.

Ferner verweist Herr Osterkamp auf seine eigene Publikation aus dem Jahre 2008 aus dem NEPRU Quarterly Review. Kurz nach deren Erscheinen hat die BIG-Koalition das Forschungsinstitut NEPRU auf grundlegende methodische Fehler in der Analyse von Herrn Osterkamp hingewiesen. Fälschlicherweise hatte Herr Osterkamp Mittelwerte für seine Armutsanalyse benutzt und war deshalb zu dem völlig unzutreffenden Schluss gekommen, dass „es zwar arme Haushalte in Namibia [gegeben habe], aber nicht in Omitara“. NEPRU hat diesen gravierenden Fehler in einer nachfolgenden Presseerklärung (NEPRU 5.12.2008) eingestanden und den Review zurückgezogen.