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Remote Management

KfW-Projektsteuerung aus der Ferne mit KoBoToolbox

von Jochen Harnisch, Meinhard Rögner

In Kürze

KoBoToolbox | Data Collection Tools for Challenging Environments

KoBoToolbox | Data Collection Tools for Challenging Environments

In Burkina Faso begleitet die KfW Entwicklungsbank Projekte nicht nur in Corona-Zeiten aus der Ferne: Sie finanziert etwa über Entwicklungsfonds lokale Gebäude in Kommunen. Das können Schulen, Gesundheitsstationen oder auch Märkte sein. Diese sollen den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung entsprechen und die lokale Wirtschaft ankurbeln. Die Gebäude liegen weit verstreut im Land, der Baufortschritt ist nur schwer nachzuverfolgen. Die Sicherheitslage erschwert Kontrollen zusätzlich.

Deshalb nutzt die KfW dort ein sogenanntes Remote Management Information System namens KoBoToolbox. Das ist ein Open-Source-Programm zur digitalen Sammlung von Daten, in die alle Informationen inklusive Fotos einfließen. Auch Fieldbuzz – ein System eines privaten Anbieters und damit nicht Open Source – kommt in Westafrika zum Einsatz. Das Bildmaterial, das dort gesammelt wird, ist geo-referenziert, mit Datum und Aufnahmezeit versehen; es lässt sich auf einer Landkarte dem Standort zuordnen. Ein Betrug mit Bildern von anderen Baustellen ist nicht möglich.

Vereinfacht beschrieben, funktioniert der gesamte Prozess derzeit folgendermaßen: Ein Consultant oder der Projektträger vor Ort machen mit einem handelsüblichen Smartphone Fotos von der Baustelle. Dann schreiben sie dazu einen Bericht über den Stand des Projekts nach festen Kriterien und in vorher festgelegter Struktur und hinterlegen beides in der KoBoToolbox.

Dort wird das Material zunächst von der Projektzen­trale im Land geprüft und freigegeben. Anschließend kann die oder der Zuständige bei der KfW die Informationen in Frankfurt abrufen und kon­trollieren. Dafür sitzt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter vor einer Land- oder Projektkarte, klickt jeweils ein Fähnchen pro Standort an und ruft die aktuellen Informationen dazu auf. So lässt sich genau beurteilen, ob das Gebäude schon ein Dach hat oder die neue Straße seit der letzten Prüfung länger geworden ist. Bei Zweifeln oder Rückfragen erhält die durchführende Stelle Hinweise zur Nachbesserung und muss diese durch neue Fotos und Berichte belegen.

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