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Britannien

Englischer Populismus und schottischer Nationalismus

von Ciarán Ó Maoláin

In Kürze

Eine Welle des Populismus hat viele europäische Länder in den vergangenen Jahren überflutet. In Britannien – und besonders in England – nahm sie die Form einer Anti-EU-Bewegung an.

Jahrelange Sparpolitik, die langwierige Erholung von der globalen Finanzkrise und die Stimmungsmache rechtsgerichteter Zeitungen gaben ihr Schwung. Unverantwortliche Politiker verbreiteten Lügen über die Regulierungswut der EU. Briten müssten die Kontrolle zurückgewinnen, hieß es.  

Bei der Volksabstimmung 2016 setzte sich Leave zur allgemeinen Überraschung durch. Der Austritt aus der EU gestaltet sich aber schwerer als gedacht und wird vielleicht gar nicht vollzogen. Wenn am 12. Dezember ein neues Parlament mit Pro-EU-Mehrheit gewählt wird, wird der Brexit vielleicht abgesagt oder ein zweites Referendum abgehalten.

Die Brexit-Entscheidung hat nicht nur in Nordirland Bestürzung ausgelöst (siehe Haupttext),  sondern auch in Schottland. Dort stimmten 62 Prozent für Verbleib in der EU. Die Partei der schottischen Nationalisten (SNP) ist pro-EU, und Meinungsumfragen sagen ihr ein gutes Wahlergebnis voraus. Sie würde Schottland vielleicht wieder zurück in die EU führen – und dann gäbe es eine neue harte Grenze in Großbritannien selbst.

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