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Tierwelt

Neuer KfW-Fonds zur Finanzierung von Schutzgebieten

von Friederike Bauer

In Kürze

Schützenswerte Biodiversität: Bolivianischer Brüllaffe im Madidi Nationalpark in Bolivien, für den eine Förderung geprüft wird.

Schützenswerte Biodiversität: Bolivianischer Brüllaffe im Madidi Nationalpark in Bolivien, für den eine Förderung geprüft wird.

Um dem Kreislauf aus höheren Temperaturen, schwindender Artenvielfalt und der Gefahr von Krankheiten – manche sprechen von einer „Triple-Krise“ – entgegenzuwirken, hat die KfW Entwicklungsbank im Auftrag des BMZ vor einigen Monaten ein neues Finanzierungsinstrument namens „Legacy Landscapes Fund“ (LLF) gegründet.

Die Idee hinter diesem „Naturerbe-Fonds“, wie er auf Deutsch heißt: Wenn es gelingt, möglichst viele Arten in den biodiversitätsreichen, aber einkommensarmen Gegenden dieser Welt zu bewahren, dann lässt sich ein guter Teil der überlebenswichtigen Biodiversität für die gesamte Menschheit sichern.

Ziel des LLF ist es, mindestens 30 der wichtigsten Schutzgebiete weltweit mit jeweils 1 Million US-Dollar pro Jahr zu fördern. Diese Summe fehlt derzeit meist, um die Parks am Laufen zu halten. Die Gebiete, die ab demnächst finanzielle Unterstützung erhalten sollen, decken mehr als 60 000 Quadratkilometer ab. Das entspricht einer Fläche doppelt so groß wie Belgien. Sie kann weiter wachsen, wenn der Fonds mehr Gelder anzieht.

Das Besondere am LLF ist seine Struktur und Zusammensetzung: Es handelt sich zwar um eine Stiftung nach deutschem Recht, aber ihr können sich öffentliche und private Geber aus aller Welt anschließen. Daraus soll eine große internationale Stiftung mit maximaler Reichweite werden. Mit von der Partie sind bereits die Gordon and Betty Moore Foundation, die Rob & Melanie Walton Foundation, die Arcadia Foundation und The Wyss Foundation. Laut der Direktorin des Fonds, Stefanie Lang, werden derzeit Gespräche mit zahlreichen anderen Gebern geführt, auch aus den Reihen großer Unternehmen. „Es gibt zahlreiche Interessenten“, sagt sie.


Friederike Bauer arbeitet als freie Journalistin, Texterin und Redenschreiberin, hauptsächlich auf dem Gebiet der Außen- und Entwicklungspolitik. Sie schreibt für verschiedene Medien und Auftraggeber, darunter auch für die KfW.
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