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Internationaler Austausch

Äthiopische Unternehmer mit deutschem Studium

von Abdou Rahime Diallo

In Kürze

Eskinder Mamo (rechts) and Amanuel Abrah gründeten AhadooTec ICT Solutions in Addis Abeba.

Eskinder Mamo (rechts) and Amanuel Abrah gründeten AhadooTec ICT Solutions in Addis Abeba.

2013 gründeten Eskinder Mamo und Amanuel Abrah in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, AhadooTec ICT Solutions. Beide haben an deutschen Hochschulen studiert. Sie gehörten zu den Mitbegründern des Deutsch-Äthiopischen Studenten- und Akademikervereins (DAESAV), der größten Vereinigung von Äthiopiern im Land.

Ahadoos Stärke ist es, auf soziale Bedürfnisse mit innovativen technischen Lösungen einzugehen. Bei einem ersten Projekt ging es darum, eine Plattform für High-School- und College-Studenten in Äthiopien zu entwickeln, über die diese Zugang zu Kursen und aktuellem Lehrmaterial bekamen und sich zu virtuellen Lerngruppen zusammentun konnten. „Über unsere Apps haben wir im ersten Anlauf vierhundert Schulen erreicht,“ berichtet Eskinder. „In der zweiten Phase wünschen wir uns 1000 Schulen.“ Um die App zu nutzen, braucht man ein Mobiltelefon mit einem großen Bildschirm, wie sie in China hergestellt werden. Die Geräte sind erschwinglich.

Ahadoos zweites Großprojekt ist noch ambitionierter. Die Unternehmer haben die Weltbank davon überzeugt, ein innovatives System zu finanzieren, das als webbasierte mobile Plattform Landwirten und Agrarunternehmern dienen soll: mit Informationen zu Anbaumethoden, Klima und Wetter, Schädlingswarnungen und anderem. Ahadoo hat allerdings mit großen Herausforderungen wie enormem bürokratischem Aufwand, schlechter Infrastruktur und schwachem Internet zu kämpfen. Trotzdem sind die Firmengründer dankbar, dass Äthiopien es Heimkehrern leicht macht, in ihrem Land ein Unternehmen zu gründen.

Derzeit beschäftigt Ahadoo zwölf Personen. Neben den beiden Gründern arbeiten sieben Mitarbeiter in Vollzeit und drei in Teilzeit. Ahadoo will in den nächsten zwei Jahren expandieren und mehr Jobs schaffen, sowohl in Äthiopien als auch in Deutschland, wo ein Büro für Software- und Programmierdienstleistungen entstehen soll. (ard)

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