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Forschung

Bestandsaufnahme globalen Wandels

von E+Z/D+C

In Kürze

Wer hat von Handelsliberalisierung am meisten profitiert? Was trägt der Trend zur Armutsbekämpfung bei? Werden populistische Bewegungen in Nordamerika und Europa das vergleichsweise offene Weltsystem unterhöhlen und Versuche, Global Governance zu verbessern, scheitern lassen? Was werden die Sustainable Development Goals bringen? Eine wissenschafltiche Konferenz im norwegischen Bergen wird solche wichtigen Fragen vom 21. bis 23. August 2017 diskutieren.

Der Titel der Konferenz lautet: “Globalisation at the crossroads: rethinking inequalities and boundaries.” Der Call for Papers and Panels ist online: Abstracts für Aufsätze müssen spätestens bis16. Januar 2017 und Vorschläge für Panel bis zum 17. Oktober 2016 eingereicht werden.

Die Konferenz wird auf dramatischen weltweiten Wandel in drei Jahrzehnten zurückblicken. Der sowjetisch dominierte Ostblock ist kollabiert; China und Indien haben sich der Marktwirtschaft geöffnet. Zeitweilig schien es, als böten Kaptilismus und Demokratie Antworten auf alle Fragen. Der amerikanische Wissenschaftler Francis Fukuyama sprach schon vom "Ende der Geschichte". Allerdings war seiner Zeit schon offensichtlich, dass Umweltprobleme wuchsen. 1992 beschloss die Weltgemeinschaft das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung beim Erdgipfel in Rio de Janeiro. Bislang hält sich der Erfolg der Bemühungen, Klimanwandel und Artenverlust einzudämmen, allerdings in Grenzen.

Westliches Selbstvertrauen ist mittlerweile in vieler Hinsicht schwächer geworden - nicht zuletzt wegen der Finanzkrise von 2007/2008. Der Einfluss der Finanzwirtschaft auf die Realwirtschaft scheint allzu groß geworden zu sein. Derweil nähren populistische Strömungen Zweifel daran, dass das westliche Interesse an einer liberalen Weltordnung wirklich so groß ist wie bislang bekundet.

Die Tagung in Bergen wird sich diesen Themen stellen. Sie wird veransaltet von der örtlichen Universität in Zusammenarbeit mit EADI (der European Association of Development Research and Training Institutes) und NFU (dem norwegischen Verband für Entwicklungsforschung). Die Konferenz wird zugleich die Generalversammlung von EADI sein, die alle drei Jahre stattfindet, und die Nordic Development Conference, die skandinavische Wissenschaftler alle zwei Jahre abhalten.


http://eadi-nordic2017.org/category/calls/

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