D+C Newsletter

Liebe Besucher,

kennen Sie unseren Newsletter? Er hält Sie über unsere Veröffentlichungen auf dem Laufenden. Wenn Sie sich registrieren, bekommen Sie ihn jeden Monat zugesendet.

Herzlichen Dank,
die Redaktion

Registrieren

- keine -

Geschlechtergerechtigkeit

Frauen im informellen Sektor besonders benachteiligt

von Oliver Schmidt

Hintergrund

Frauen sind Männern vielerorts untergeordnet.

Frauen sind Männern vielerorts untergeordnet.

Von den Schattenseiten der informellen Wirtschaft sind Frauen tendenziell stärker betroffen als Männer. Sie haben häufig einen geringeren Bildungsstand, auch wenn sich beispielsweise in Afrika die Kluft zwischen den Geschlechtern schließt, was Bildung angeht. Vielerorts sind Frauen den Männern gesellschaftlich untergeordnet und genießen nicht dieselbe ökonomische Teilhabe.

Auch im formellen Sektor werden traditionelle Geschlechterrollen weitergeführt. So sind etwa im afrikanischen Finanzsektor die meisten Kreditsachbearbeiter noch immer Männer. Das gleiche gilt für Bank- und Mobile-Money-Agenten, etwa in Nigeria – diese neue Form der Ausweitung von Finanzdienstleistungen verbreitet sich in vielen afrikanischen Ländern schnell. Wo Behörden bei der Kreditvergabe nach der Zustimmung von Ehepartner oder -partnerin fragen, wie das in Uganda der Fall ist, sind Frauen benachteiligt. Ihre Ehemänner erlangen so eine oft unangemessene Kontrolle über ihre Finanzangelegenheiten. Andersherum ist das dagegen kaum der Fall.

Solche Beispiele zeigen, dass Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern bewusst angegangen werden müssen. Indessen profitieren Frauen aber auch heute schon davon, dass sich der formale Sektor ausweitet. Häufig tragen sie selbst zu den entsprechenden Veränderungen maßgeblich bei.

Kommentar hinzufügen

Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren