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COP25

Zivile Unruhen: Kosten und ­Nutzen

von Wolf Dagmar

In Kürze

Carolina Schmidt, Vorsitzende der COP25 und chilenische Umweltministerin, auf der Abschlussplenarsitzung der Konferenz in Madrid.

Carolina Schmidt, Vorsitzende der COP25 und chilenische Umweltministerin, auf der Abschlussplenarsitzung der Konferenz in Madrid.

Ursprünglich war die 25. Vollversammlung der UN-Klimarahmenkonvention COP25 (Conference of the Parties 25) für Dezember 2019 in Santiago geplant. Als „Santiago Klimawandel-Konferenz” sollte sie Chile als Vorreiter in Umweltfragen hervorheben.

Dazu kam es nicht. Es gab damals Sicherheitsbedenken aufgrund massiver ziviler Unruhen im Zusammenhang mit der Forderung nach einer neuen Verfassung und einer gerechteren Wirtschaftspolitik. Die Konferenz fand in Madrid statt.

Der Verlust des Privilegs, die COP25 in Chile auszurichten, war ein Schlag für das Land, das im Vorfeld bereits rund 90 Millionen Dollar für Planung und Logistik ausgegeben hatte. Zudem war es ein enormer Imageverlust.

Aber Chile hat davon auch profitiert. Vor Verlegung der Konferenz hatten sich führende internationale Wissenschaftler in Santiago mit Politikern des Landes beraten. Und dass die Konferenz wegen der Unruhen verlegt wurde, wirkte sich positiv auf die chilenische Umweltpolitik aus. Der gesteigerte Blick auf soziale und ökologische Gerechtigkeit förderte ehrgeizige nationale Verpflichtungen zum Klimawandel und führte zu einer expliziten Verknüpfung von Klimamaßnahmen und sozialer Gerechtigkeit.

 

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