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Neues Förderinstrument

Die Weltmeere schützen – mit dem Blue Action Fund

von Friederike Bauer

Hintergrund

An der Küste Mosambiks legen seltene Schildkröten ihre Eier ab.

An der Küste Mosambiks legen seltene Schildkröten ihre Eier ab.

Zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die KfW Entwicklungsbank eine Stiftung zum internationalen Meeresschutz gegründet. Sie trägt den Namen „Blue Action Fund“ und fördert Schutzgebiete, nach­haltige Fischerei und umweltfreundlichen Tourismus. Der Blue Action Fund soll sich zu einem wichtigen Förderinstrument für die Ozeane der Welt entwickeln. Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer KfW-Beilage zu E+Z/D+C.

Die Meere sind der größte Lebensraum der Welt. Sie bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche, erzeugen 50 Prozent des Sauerstoffs, speichern Kohlendioxyd, regulieren das Klima und leisten einen wichtigen Beitrag zur Welternährung. Außerdem beherbergen sie die größte Artenvielfalt, liefern Rohstoffe, dienen als Handelswege und sind ein Quell der Inspiration und Erholung. Rund die Hälfe aller Menschen lebt in der Nähe einer Küste und ist in vielerlei Hinsicht auf ein intaktes Ökosystem Meer angewiesen: So spielt Fisch vor allem in den Entwicklungsländern als Eiweißspender und Einkommensquelle eine entscheidende Rolle. Mangrovenwälder und Korallenriffe schützen vor Sturmfluten und Überschwemmungen.

Trotz ihrer großen Bedeutung stehen die Küsten und Meere mehr unter Druck denn je: Ihre Fischbestände werden ausgebeutet, Schadstoffe und Müll landen häufig unbehandelt im Meerwasser. Dazu kommen wirtschaftliche Interessen von Tiefseebergbau über Ölförderung bis hin zum Tourismus. Sie alle belasten die Meere und gefährden dieses einzigartige Ökosystem: Rund ein Drittel der Fischbestände gelten bereits als überfischt, zwei Drittel der Korallenriffe – die Kinderstuben der Fische – sind ernsthaft gefährdet.

Um dem entgegenzuwirken, hat die KfW Ende 2016 zusammen mit dem BMZ den Blue Action Fund gegründet. Er unterstützt Nichtregierungsorganisationen bei ihrer Arbeit im Küsten- und Meeresschutz und ist insofern ein neues Förderinstrument in der Entwicklungszusammenarbeit, als er staatliche und nichtstaatliche Akteure zusammenbringt. Gemeinsam können sie schneller mehr erreichen und ihre unterschiedlichen Erfahrungen einbringen: „die KfW unter anderem ihr breites Wissen vom Naturschutz an Land, die NGOs ihr Know-how aus der Zusammenarbeit mit örtlichen Fischern“, beschreibt KfW-Bereichs­leiter Stephan Opitz einen der Vorteile der neuen Stiftung.

Die ersten Projektskizzen sind entworfen; die konkrete Arbeit beginnt Anfang kommenden Jahres, wahrscheinlich in den Meeren vor Mosambik und Ecuador – beides marine „Biodiversitäts-Hotspots“. „Wir sind auf sehr gutem Wege“, sagt Opitz. Bis 2019 sollen aus dem Blue Action Fund bereits mehr als ein Dutzend Vorhaben finanziert werden. Die gemeinnützige Stiftung mit einem Anfangskapital von 24 Mio. EUR aus Mitteln des BMZ soll in den kommenden Jahren neue Geber gewinnen und dadurch ihre Reichweite nach und nach erhöhen. Schweden will sich mit ca. 5 Mio. EUR beteiligen, andere Länder erwägen eine Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist“, so Opitz, „dass sich der Blue Action Fund zu einem maßgeblichen Akteur im internationalen Meeresschutz entwickelt.“


Link
KfW-Beilage in E+Z/D+C:
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Download-Center/PDF-Dokumente-Medienkooperation-mit-E-Z/2017_10_Engagement_fuer_saubere_Meere.pdf

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