D+C Newsletter

Liebe Besucher,

kennen Sie unseren Newsletter? Er hält Sie über unsere Veröffentlichungen auf dem Laufenden. Wenn Sie sich registrieren, bekommen Sie ihn jeden Monat zugesendet.

Herzlichen Dank,
die Redaktion

Registrieren

Armutsbekämpfung

Dana, Zakat und Wohltätigkeit

von Aditi Roy Ghatak

In Kürze

Indien hat eine lange Tradition der Wohltätigkeit, in der die Religion eine Rolle spielt.

Indien bewegt sich im World Giving Index der Charities Aid Foundation (CAF) nach oben und ist in der Rangliste von Platz 91 auf Platz 81 vorgerückt. Der Index beurteilt, wie wohltätig Länder sind. Indien ist mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen extrem bevölkerungsreich, daher überschreitet die reine Anzahl an indischen Gebern die anderer Länder. 2016 halfen laut CAF 340 Millionen Inder Bedürftigen (2015 waren es 401 Millionen), 265 Millionen gaben Geld (2015 waren es 203 Millionen) und 256 Millionen arbeiteten ehrenamtlich (2015 waren es 200 Millionen).

Indische Religionen wie Hinduismus und Sikhismus legen viel Wert auf „Dana“. Dana entspricht in etwa der christlichen Idee von Nächstenliebe, das verwandte muslimische Prinzip heißt „Zakat“. Hindus spenden fast zwei Milliarden Euro jährlich, wie das von Nobelpreisträger Amartya Sen geleitete Pratichi-Institut auf Basis nationaler Erhebungen errechnet hat. Die Sikh geben 220 Millionen, Christen 55 Millionen und Muslime 340 Millionen Euro.

Angesichts der drastischen sozialen Ungleichheit reicht Wohltätigkeit allein nicht aus. Entwicklungsbemühungen müssen koordiniert und angemessen gestaltet werden, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben (siehe Hauptartikel). Es spricht für sich, dass Indien im Human Development Index lediglich auf Rang 130 liegt und beim SDG-Index bei 110. (arg)

Kommentar hinzufügen

Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren