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Urbanisierung

Phasen der Slum-Aufwertung

von Diana Mitlin, David Satterthwaite

In Kürze

Aufgewerteter Slum in Kalkutta.

Aufgewerteter Slum in Kalkutta.

Die Sanierung informeller Siedlungen ist vielschichtig und verläuft auf mehreren Ebenen. Die Spannweite reicht von der Umgestaltung von Wohnungen über die Schaffung von Rechtsansprüchen bis zum Bau umfangreicher neuer Infrastruktur.

Besonders wichtig ist,  dass die Bewohner ein sicheres Bleiberecht erhalten. Vom  Satt  und/oder privaten Landbesitzern ausgestellte Rechtstitel können den Bewohnern die Angst vor Zwangsräumung nehmen. Das ist oft sehr wirkungsvoll. Wer sicher ist, auf Dauer bleiben zu können, beginnt in sein Heim zu investieren.

Der nächste Schritt umfasst grundlegende Verbesserungen: Installation öffentlicher Toiletten, Bereitstellung von Leitungswasser oder der Bau von Wegen durch die Siedlung. Das kann unterschiedlich ambitioniert sein. Wasser kann zu jedem Haus oder zu öffentlichen Zapfstellen geleitet werden. Straßen können gepflastert oder nur geebnet sein.

Die Maßnahmen sollten dem entsprechen, was in der jeweiligen Gegend als normal gilt. Sehr teure Infrastruktur wie etwa ein Abwassersystem wird vielfach nicht in Frage kommen, zumal die Instandhaltung gewährleistet werden müsste.

In einer höheren Entwicklungsstufe werden Infrastruktur und Dienstleistungen umfangreicher und umfassen Abwasserleitungen, Straßenbeleuchtung und Müllabfuhr. Die Haushalte können auch eigene  Toiletten und Stromanschluss  erhalten.

Besonders in Ländern mit mittlerem Einkommen können Kommunalverwaltungen und Basisinitiativen schlichte, aber  moderne Wohnungen bauen, etwa Betonblöcke mit ein oder zwei Räumen. Wo die Bevölkerungsdichte hoch ist, sind  Wohnblöcke mit vollständigen Leitungsnetz für jeden Haushalt sinnvoll. In dünnbesiedelten Ländern mit niedrigem Einkommen sind dagegen einfache Hütten sinnvoll, welche die Bewohner dann nach und nach auf eigene Kosten aufwerten können.  

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