Good News
Erneuerbare Energien und Schutz der Ozeane
Wer hätte das gedacht: Es gibt doch noch gute Nachrichten, wenn es um das Klima geht. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurde erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kohle erzeugt.
Das geht aus einer neuen Studie des Thinktanks Ember hervor, der den Stromverbrauch von 88 Ländern untersucht hat. Erneuerbare Energien machen demnach nun 34,3 % des globalen Strommixes aus, während der Anteil der Kohle auf 33,1 % gesunken ist.
Fachleute gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Das klingt logisch, denn die weltweiten Kohlevorkommen werden irgendwann erschöpft sein, Wind- und Sonnenenergie hingegen stehen immer zur Verfügung. Der größte Treiber dieser Energiewende? China – das Land ist für mehr als die Hälfte des Anstiegs bei den erneuerbaren Energien verantwortlich.
UN-Hochseeabkommen
Ein weiterer Sieg für die internationale Zusammenarbeit: 20 Jahre wurde über das sogenannte UN-Hochseeabkommen verhandelt. Nachdem 59 der 60 benötigten Länder schon lange an Bord waren, führten die Ratifizierungen von Marokko und Sierra Leone im September dazu, dass das Abkommen nun in Kraft treten kann.
Es regelt den Schutz der Hochsee, die außerhalb der nationalen Wirtschaftszonen liegt und rund zwei Drittel der Weltmeere umfasst. Somit können die Vertragsstaaten nun Schutzgebiete auf der Hochsee ausweisen, in denen schädliche Aktivitäten wie Fischerei, Rohstoffabbau oder Schifffahrt eingeschränkt werden. Obwohl das Abkommen rechtlich nur für Vertragsstaaten bindend ist, setzt es erstmals weltweit anerkannte Standards für den Schutz der Hochsee und entfaltet politischen, wirtschaftlichen und normativen Druck – auch auf außenstehende Staaten.
Über weitere gute Nachrichten berichten wir regelmäßig in unserer Good-News-Rubrik.
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