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Solarenergie trotz Wolken und freie Tage bei Menstruation

Die beiden guten Nachrichten dieses Monats betreffen die Nutzung von Solarenergie auch an bewölkten Tagen und zwei zusätzliche bezahlte freie Tage für weibliche Angestellte, die unter Menstruationsbeschwerden leiden.
Solarenergie auch an bewölkten Tagen. D+C
Solarenergie auch an bewölkten Tagen.

Für das nächste Kapitel der Energiewende sollten Tage ohne Sonne kein Problem sein: Der philippinische Student Carvey Ehren Maigue hat ein Material entwickelt, das auch an bewölkten Tagen Solarenergie nutzbar machen soll.

Herkömmliche Solarpanels benötigen direkte Sonneneinstrahlung. „AuREUS“ funktioniert anders: Das Material wandelt ultraviolette (UV-)Strahlung in sichtbares Licht um, das anschließend in Elektrizität umgewandelt wird. Im Vergleich zu konventionellen Solarzellen kann so über einen deutlich längeren Zeitraum Energie gewonnen werden. Da UV-Strahlung auch durch Wolken dringt, muss AuREUS nicht direkt zur Sonne ausgerichtet sein. Übrigens: Das Material besteht überwiegend aus Gemüseabfällen.

Apropos Solarenergie: Der nigerianische Monarch Olowu of Owu zeigt, wie Solarverbreitung auch gehen kann. Sein Palast läuft komplett mit Sonnenenergie, und überschüssiger Strom soll zunehmend an die Allgemeinheit verteilt werden – von Straßenbeleuchtung bis zu Gesundheitszentren. Mangelnde Innovation kann man dem König auch sonst nicht vorwerfen: 3D-gedruckte Token in Form von Cowry-Muscheln sollen laut Olowu im laufenden Schuljahr dafür sorgen, dass über 5000 Schulkinder ihr Essen bekommen – transparent nachvollziehbar via Cloud-Tech.

Voll bezahlter Menstruationsurlaub in Nairobi

Die Regierung des Nairobi County hat eine Regelung beschlossen, die weiblichen Beschäftigten bei Menstruationsbeschwerden zwei bezahlte freie Tage pro Monat gewährt. Sie gilt für Frauen in den Behörden und Verwaltungsabteilungen des Countys, wo sie mehr als die Hälfte der Belegschaft ausmachen. Die freien Tage werden vollständig vergütet, erfordern kein ärztliches Attest und werden auf den Jahres- oder Krankenurlaub aufgeschlagen.

Neben der Verbesserung des Wohlergehens soll die Maßnahme nach Angaben der County-Verantwortlichen auch Produktivitätseinbußen verringern, die entstehen, wenn Beschäftigte trotz Beschwerden arbeiten. Nairobi ist damit das erste County in Kenia, das einen solchen Menstruationsurlaub offiziell einführt. International gibt es vergleichbare Regelungen bislang nur in wenigen Ländern, darunter Sambia, Japan, Südkorea, Indonesien und Spanien.

Über weitere gute Nachrichten berichten wir regelmäßig in unserer Good-News-Rubrik. 

Das E+Z-Redaktionsteam
euz.editor@dandc.eu

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