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Chile hat Lepra eliminiert, Impfungen helfen gegen Malaria

Die beiden guten Nachrichten dieses Monats betreffen Chile, das von der WHO offiziell als leprafrei eingestuft wurde, sowie bedeutende Fortschritte im Kampf gegen Malaria, von denen die Impfallianz Gavi berichtet.
Im Kampf gegen Lepra und Malaria wurden Erfolge erzielt. D+C, AI generated
Im Kampf gegen Lepra und Malaria wurden Erfolge erzielt.

Chile hat Lepra eliminiert. Seit März ist es damit neben Jordanien weltweit erst das zweite Land, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als Lepra-frei eingestuft wurde. Lepra ist eine chronische bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem Haut, Schleimhäute und das periphere Nervensystem schädigt. Betroffene Hautstellen verlieren das Empfinden für Schmerz, Berührung oder Temperatur, wodurch unter anderem unbemerkte und wiederholte Verletzungen entstehen. 

In Ländern mit guter Gesundheitsversorgung und hohen Hygienestandards vor allem in Nordamerika und Europa ist Lepra nahezu ausgerottet. Länder in tropischen und subtropischen Gebieten sind allerdings nach wie vor stark betroffen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betont neben Programmen zur Früherkennung insbesondere die Bedeutung von universellem Zugang zu Gesundheitsversorgung, um „Krankheiten aus längst vergangenen Zeiten der Geschichte überlassen“ zu können.

Tests zum Nachweis von Schistosomiasis-Parasiten, einer Wurmerkrankung, in Simbabwe im Jahr 2023.

Vernachlässigte Tropenkrankheiten

Im Schatten der „Großen Drei“

Erfolge im Kampf gegen Malaria

Die Impfallianz Gavi kann wichtige Fortschritte im Kampf gegen Malaria vermelden. Seit 2024 hat die Allianz 25 afrikanische Länder dabei unterstützt, mehr als 50 Millionen Kinder gegen Malaria zu impfen. Zugleich zeigen erste Berichte aus Kenia, Malawi, Ghana und Kamerun laut Gavi einen deutlichen Rückgang der Infektionsfälle unter geimpften Kindern.

Für die nächsten fünf Jahre nimmt sich die Allianz vor, weitere 50 Millionen Kinder mit Malaria-Impfungen zu versorgen. Dieses Ziel wird jedoch durch finanzielle Kürzungen der USA und anderer Geberländer bedroht. Gleichzeitig betont Gavi, dass es entscheidend sei, das Momentum zu halten – denn erzielte Fortschritte seien nicht unumkehrbar. Das gelte umso mehr angesichts der Ausdehnung von Übertragungsgebieten durch den Klimawandel. 

Über weitere gute Nachrichten berichten wir regelmäßig in unserer Good-News-Rubrik.

Das E+Z-Redaktionsteam
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