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Namibia

Situation von Menschen mit Behinderung

von Bettina Kieck

In Kürze

Menschen mit Behinderung haben es schwer im afrikanischen Alltag: Rollstuhlfahrer in Ongwediva, Namibia.

Menschen mit Behinderung haben es schwer im afrikanischen Alltag: Rollstuhlfahrer in Ongwediva, Namibia.

Laut Schätzungen der WHO leben in Entwicklungsländern rund 15 Prozent der Menschen mit einer Behinderung. In Namibia ist dies nicht anders, konkrete Zahlen liegen zurzeit nicht vor. Namibia ist außerdem mit den zahlreichen allgemeinen Problemen Subsahara-Afrikas konfrontiert wie mit einer hohen Arbeitslosigkeit und ungleichen Einkommensverteilung. Die Qualität des Bildungsangebots ist trotz weitreichender Reformen unzulänglich.

Dennoch sind im Gegensatz zu den meisten Entwicklungsländern erste Ansätze und sogar Erfolge beim Thema Inklusion vorzeigbar. Seit 2015 gibt es ein Ministerium, das sich um die Belange von Menschen mit Behinderung kümmert und so steht das Thema auf der politischen Agenda. Bewusstseinskampagnen sollen die Vorurteile in der Bevölkerung gegen Behinderte abbauen.

Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Behinderung dennoch auch in Namibia von größerer Armut betroffen sind als Menschen ohne Behinderung, etwa weil sie vom Bildungssystem ausgeschlossen werden. Unter Menschen mit Behinderung gibt es eine hohe Analphabetenquote, und in der formellen Berufsbildung finden sich kaum Auszubildende mit Behinderung. Entsprechend ist auch die Arbeitslosigkeit extrem hoch. Dies bedeutet, die zuständigen namibischen Ministerien haben bisher kaum konkrete Erfolge in der Praxis aufzuweisen. Der Wille ist da, aber das Know-how und oft auch die finanziellen Mittel fehlen. Berufsschulen mit adäquaten technischen Ausstattungen und barrierefreie Lernmaterialien sind die aktuell größten Herausforderungen für den namibischen Berufsbildungssektor. Zudem fehlt es an Zulassungsvoraussetzungen beispielsweise in Gebärden- oder in einfacher Sprache für Bewerber an Berufsschulen, die keine schriftlichen Prüfungen ablegen können.

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