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Naturkatastrophen

Ständige Dürren

von Jeffrey Moyo

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Unregelmäßige schwere Regenfälle haben zu starken Dürren in Simbabwe geführt. Abholzung und Wüstenbildung verstärken diesen Effekt. Der kürzlich aufgetretene Zyklon Idai verschlimmerte die Lage noch weiter: 5,3 Millionen Menschen brauchen dringend humanitäre Hilfe, so das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA).

Zuerst verdorrte aufgrund der Hitze das Getreide auf den Feldern. Im März kam der Zyklon Idai, der schlimmste tropische Sturm, der in Afrika jemals gemessen wurde: Die nachfolgenden Fluten spülten die bereits vertrockneten Pflanzen einfach weg. Die ärmsten Menschen leben in dürregefährdeten ländlichen Gegenden. Für den Anbau ihrer Nahrungsmittel sind sie völlig vom Regen abhängig. Sie litten am meisten unter den unregelmäßigen Regenfällen, den langen Dürren und unter dem Zyklon Idai.

Die 47-jährige Shonani Dzanani Witwe lebt mit ihren sechs schulpflichtigen Kindern in einem Dorf im südöstlichen Simbabwe. Selbst wenn es jetzt regnen würde, könnte sie ihr Land nicht pflügen. „Ich habe keinen Ochsen mehr, der den Pflug ziehen könnte“, sagt Dzanani. Ihre Herde von zwölf Kühen starb, weil auf der Weide kein Gras mehr wuchs. „Ich muss schlechte Jobs in den Häusern anderer Leute annehmen, um Geld zu verdienen“, klagt Dzanani.

Der ausbleibende Regen hat das südöstliche  Simbabwe am härtesten getroffen, vor allem um die Stadt Chiredzi herum. „Diese Gegend verwandelt sich wegen der häufigen Dürren rapide in eine Wüste. Die Wälder verschwinden, weil sie ohne Regen nicht überleben“, sagt der für Klimawandel zuständige Regierungsbeamte Nathanson Mbuzi.

Laut dem Umweltexperten Denis Chovava gibt es für die Entwaldung weitere Gründe: „Wälder werden für Brennholz abgeholzt, was den Boden kahl und schutzlos zurücklässt.“  Chovava erklärt: „So kann die Hitze Ackerpflanzen und sogar wilde Vegetation schädigen.“ 

Die Dürre in Simbabwe kann man dieses Jahr sogar in den Städten spüren. Urbane Gärtner wie der 67-jährige Dadirai Chiwoniso aus einem Armenviertel der Hauptstadt Harare sind ebenso betroffen. „Dieses Jahr werde ich wohl nichts von meinem kleinen Hinterhof-Feld ernten. Aber ich brauche die Ernte, um meine Familie zu ernähren“, sagt Chiwoniso.

Laut dem Ernährungsprogramm der Vereinten Nationen (UNWFP) leiden wegen der desolaten Wirtschaftslage 1,5 Millionen Simbabwer in städtischen Gebieten unter ernster Nahrungsmittelknappheit, die durch die Auswirkungen der Dürre noch verschlimmert wird.  

Vor kurzem starteten die UN den Zimbabwe Flash Appeal (ZFA). Damit wollen sie Geber für die dringend benötigte humanitäre Unterstützung für 5,3 Millionen von Nahrungsunsicherheit bedrohte Menschen in diesem Land gewinnen.
 

Jeffrey Moyo ist ein Journalist und lebt in Harare, Simbabwe.
[email protected]


Link
2019 Zimbabwe Flash Appeal:
https://reliefweb.int/report/zimbabwe/2019-zimbabwe-flash-appeal-january-june-2019

 

 

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