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Finanzielle Inklusion

Taking it to the bank

von Derrick Silimina

Heutzutage

Bankdienstleistungen wie Konten, Kredite und Kanäle für den Geldtransfer helfen Menschen dabei, ihr Geld zu verwalten und Investitionen etwa in ein Haus oder in Bildung vorzunehmen.

Haushalte, die Zugang zu solchen – sicheren – Dienstleistungen haben, sind eher in der Lage, größere Ausgaben zu tätigen oder für die Zukunft zu sparen. Und Unternehmen investieren auch lieber in einem Umfeld, in dem die meisten Menschen Finanzprodukte nutzen.

Deshalb streben viele Entwicklungsländer, darunter Sambia, universellen Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen an. Der Weg dorthin ist allerdings noch weit. In Sambia haben mehr als 40 Prozent der Erwachsenen keinen Zugang zu qualitativ hochwertigen Finanzprodukten, und 60 Prozent derjenigen, die Zugang haben, machen keinen Gebrauch davon. Das geht aus Sambias nationalem Strategiepapier für finanzielle Inklusion 2017–2022 hervor.

In vielen Gegenden, vor allem auf dem Land, verlassen sich die Menschen noch ganz auf Bargeld oder Tauschgeschäfte, oder sie nutzen informelle Möglichkeiten, Zahlungen vorzunehmen und Geld anzusparen. Zu den Hauptgründen dafür gehören laut einer Weltbank-Studie von 2017 hohe Bankgebühren, schlecht zu erreichende Bankfilialen und ein Mangel an Vertrauen in den Bankensektor.

Allmählich ändert sich das aber. Atlas Mara Bank Zambia, eine große Privatkundenbank mit Sitz in Lusaka, hat kürzlich zwei Filialen in der abgelegenen Nordwest-Provinz eröffnet: in Mwinilunga und in Zambezi. „Wir bringen Finanzdienstleistungen in den Zambezi-Distrikt, nachdem es sie dort mehr als 30 Jahre lang nicht gab“, sagt der Geschäftsführer der Bank, James Koni.

Die Kunden sind begeistert. „Hier eine Bank zu haben wird mir die Möglichkeit geben, Geld zu sparen und größere finanzielle Sicherheit zu bekommen“, sagt Clement Mufwaya, der Ananas im Mwinilunga-Distrikt anbaut. „Mit einem Bankkonto kann ich außerdem einen Kredit erhalten und mein Geschäft erweitern.“

Die Regierung ermuntert andere Banken, dem Vorbild der Atlas Mara Bank zu folgen. Außerdem wünscht sie sich elektronischen Service für Kunden in sehr abgelegenen Gebieten. „Digitalisierung ist die Zukunft von Finanzdienstleistungen“, betont Mukuli Chikuba, Staatssekretär im Finanzministerium. Entsprechende Angebote zu machen werde auch den Banken selbst zugutekommen.

Allerdings ist es kostspielig, in ländliche Gegenden zu expandieren und Online-Dienstleistungen anzubieten. Banken werden voraussichtlich fusionieren müssen, um groß genug zu werden, um in Informationstechnologien zu investieren und die Bevölkerungsteile zu erschließen, die noch keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben.

Diese Entwicklung zeichnet sich bereits ab. So hat Atlas Mara 2016 die Finance Bank Zambia gekauft und mit einer bereits bestehenden Tochterfirma fusioniert. Die so entstandene Institution hat 65 Filialen, 23 externe Agenturen und 176 Geldautomaten, verteilt auf alle zehn sambischen Provinzen.

Ziel der Bank ist es, digitale Anwendungen anzubieten, die die Kundendaten vor Hackern schützen und sicheres Online-Banking ermöglichen. „Im Zentrum steht unsere erstklassige digitale Plattform“, erklärt Koni. Damit zeige die Bank, dass sie die Vision der Regierung von finanzieller Inklusion aller Sambier ernsthaft unterstütze.


Derrick Silimina ist freier Journalist in Lusaka.
[email protected]

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