Diversität

Arbeit für Frauen

Sieben Milliarden Dollar haben staatliche Entwicklungsfinanzierungsinstitute (development finance institutions – DFIs) im Rahmen der „2X Challenge“ zwischen 2018 und 2020 zur Verfügung gestellt. Das Geld ging an Investitionsempfänger aus diversen Branchen. Anbei einige Beispiele.

hat zuletzt im Sommer 2022 zu E+Z/D+C beigetragen. Sie ist eine freiberufliche Autorin und lebt in South Carolina, USA.

Frauen benötigen Zugang zu Finanzmitteln, hier bei einem Mikrofinanzprojekt auf Sansibar, Tansania. Majority World/Lineair Fotoarchief Frauen benötigen Zugang zu Finanzmitteln, hier bei einem Mikrofinanzprojekt auf Sansibar, Tansania.

Im Rahmen der 2X Challenge wurde erheblich in die Infrastruktur investiert. Der Fokus lag nicht auf großangelegten Infrastrukturprojekten, von denen Frauen und Männer gleichermaßen profitieren, sondern auf Projekten für Frauen. Eines davon war ein westafrikanischer Handelshafen, der Frauen darin ausbildet, schwere Maschinen wie Kräne zu bedienen, um Schiffe zu be- und entladen. Die Hafenverwaltung fand das wirtschaftlich sinnvoll: Frauen haben weniger Unfälle und eine höhere Verbleibquote am Arbeitsplatz.

Auch eine auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Firma – ebenfalls ein für Frauen untypischer Wirtschaftszweig – erhielt Gelder von der 2X Challenge. Ein von Frauen gegründetes digitales Unternehmen in Indien rekrutiert Frauen aus ländlichen Gegenden für Fernarbeit. Die Infrastruktur der Firma erlaubt es, neue Mitarbeiter rasch einzuarbeiten. Dieser Betrieb hat eine der höchsten Zufriedenheitsraten von allen Firmen im 2X-Portfolio.

Ein weiteres indisches Unternehmen im Bereich Logistik will seine Belegschaft um 12 000 Personen aufstocken. Im Rahmen der 2X-Partnerschaft beriet die CDC – das britische DFI – das Unternehmen, damit bei der Einstellung auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet wird und damit es Bedingungen schafft, unter denen Frauen gut und sicher arbeiten können.

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