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Diabetes

Ursachen und Komplikationen

von Max Klein

In Kürze

Zuckerhaltige Getränke steigern das Diabetes-Risiko: Coca-Cola-Werbung in Marokko.

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Eine Diabetes-Erkrankung entsteht aus dem Zusammenspiel genetischer Voraussetzungen mit Umwelteinflüssen und Lebensführung. 2015 starben laut WHO weltweit mehr Menschen an Diabetes als an HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria zusammen.

90 Prozent der Betroffenen leiden unter dem Diabetes mellitus Typ 2, dessen Entstehung durch ein hohes Maß an überschüssigem Körperfett, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel begünstigt wird. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist das Rauchen. Verstärkt geraten aber auch die Auswirkungen starker Umweltbelastung, etwa in Form langlebiger organischer Schadstoffe wie Dioxine oder bestimmter Insektizide, in den wissenschaftlichen Fokus.

Genetische Veranlagung gefährdet manche Menschen besonders, etwa viele indigene Gruppen. Nach aktuellen Studien besitzen beispielsweise Aborigines in Australien, verglichen mit dem nationalen Durchschnitt, ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Oft haben gerade diese Bevölkerungsteile zudem einen schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Neben Diabetes mellitus Typ 2 gibt es den angeborenen Diabetes mellitus Typ 1 sowie eine Vielzahl seltener Diabetes-Varianten. Hinzu kommt der Schwangerschaftsdiabetes, eine der weltweit häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Problematisch sind zudem die zahlreichen Wechselwirkungen des Diabetes mit weitverbreiteten Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Malaria oder Tuberkulose (TB).

Die Konsequenzen der Stoffwechselerkrankung fallen durch eine späte oder gänzlich ausbleibende Behandlung in Entwicklungs- und Schwellenländern oft besonders gravierend aus. Lang anhaltende hohe Blutzuckerwerte schädigen zum Beispiel die Gefäße und Nerven. Das kann zur mangelnden Durchblutung der Ex­tremitäten führen und Amputationen notwendig machen. Auch der Sehnerv ist häufig betroffen. In Südafrika ist Diabetes einer der drei häufigsten Gründe für Blindheit, mit über 8000 neuen Fällen jährlich. Länder wie Bangladesch oder Tansania wiederum führten bereits vor 15 Jahren ein Pilotprojekt gegen den so genannten diabetischen Fuß ein und konnten so die Zahl der Amputationen senken.

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