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Artenschutz

Tourismus schützt

von Katja Dombrowski

In Kürze

Berggorillas im Vulkan-Nationalpark in Ruanda.

Berggorillas im Vulkan-Nationalpark in Ruanda.

Immer mehr Menschen reisen nach Afrika, um Menschenaffen in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Ein Besuch bei den Berggorillas ist besonders reizvoll, weil diese Art nicht in Gefangenschaft gehalten wird.

Berggorillas sind vom Aussterben bedroht. Weltweit gibt es nur noch circa 780 Exemplare. Rund die Hälfte lebt im Virunga-Schutzgebiet, das aus dem Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, dem Mgahinga-Gorilla-Nationalpark in Uganda und dem Vulkan-Nationalpark in Ruanda besteht. Die andere Hälfte lebt im Bwindi-Nationalpark in Uganda.

Die meisten der Berggorillas leben in Wildnis. Alle drei Länder bieten jedoch auch Touren zu Gruppen an, die an Menschen gewöhnt sind, wobei ein Besuch des Virunga-Nationalparks im Kongo derzeit aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wird. Informationen über die Anzahl der Gorillas, der an Menschen gewöhnten Gruppen, der Besucher sowie der Preise variieren und machen verlässliche Angaben schwierig. Sowohl Ruanda als auch Uganda scheinen um die zehn Gorilla-Gruppen zu haben, die besucht werden können, wobei acht Besucher pro Tag und Gruppe die Obergrenze sind. Das macht mehrere zehntausend Menschen pro Jahr.

Die Touristen zahlen einen hohen Preis für die besondere Begegnung: Ausländer zahlen 750 Dollar in Ruanda und 600 Dollar in Uganda, mit Ermäßigungen in der Regenzeit. Während das Trekking bis zu einem Tag dauern kann, verbringen die Besucher rund eine Stunde in der Nähe der Gorillas.

Kritiker beklagen, dass der Tourismus die Tiere ausbeutet und sie ihres natürlichen Lebens in freier Wildbahn beraubt. Andererseits sichert der lukrative, hochpreisige Tourismus ihre Existenz: Regierungen haben den Lebensraum der Berggorillas zu Nationalparks gemacht, und Ranger beschützen die Tiere vor Wilderern und illegalen Händlern. Heute sind Berggorillas die einzigen Menschenaffen, deren Anzahl zunimmt. (kd)

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