Wettervorhersagen

Auf den Regen warten – und auf Beratung

Elinat Daka hat einen Bauernhof in Chipangali in Sambias Ostprovinz. Sie betreibt konservierende Landwirtschaft – ein System, das die Bodenbeschaffenheit und die Biodiversität im Boden erhält. Ihre Anbaumethoden zielen auf die Speicherung von Feuchtigkeit und Abwechslung in der Fruchtfolge ab, sie betreibt Agroforstwirtschaft und verwendet organischen Dünger.

hat zuletzt im Frühjahr 2021 zu E+Z/D+C beigetragen. Er arbeitet für die GIZ im Projekt Climate Risk Insurance and Information in Zambia (CRIIZ).
 

hat im Fühjahr 2021 zu E+Z/D+C beigetragen. Sie lehrt Agrarwissenschaft, Landnutzung, Ernährungssicherheit und Klimawandel an der Copperbelt University in Sambia.
 

Elinat Daka auf ihrem Feld. Lucas B. Mbewe Elinat Daka auf ihrem Feld.

Daka baut Erdnüsse, Sojabohnen, Mais, Sonnenblumen, Augenbohnen und Gemüse an. Nach eigenen Angaben erzielt sie ähnliche Erträge wie in der konventionellen Landwirtschaft. Zur konservierenden Landwirtschaft hat sie ihre Zusammenarbeit mit den Sozialunternehmen Community Markets for Conservation (COMACO) (siehe Haupttext) motiviert.

Allerding ist der Anbau vom Regen abhängig und unterliegt hohen Wetterrisiken. Dürreperioden und verspätet einsetzende Niederschläge führen häufig zu hohen Ernteausfällen, das gilt vor allem für Erdnüsse und Sojabohnen. „Letztes Jahr hatten wir nicht genügend Einnahmen aus den Erdnüssen, weil die Pflanzen vom Rosetten-Virus befallen waren“, erzählt Daka. Das Virus wird von Blattläusen übertragen. Wenn die Pflanzen in einem frühen Stadium infiziert werden, können sie nicht gerettet werden und tragen keine Früchte.

Die beste Prävention besteht darin, die Pflanzen auszusäen, sobald der Boden feucht genug ist. Die Bauern lesen den Beginn der Regenzeit an verschiedenen Zeichen ab: der Verbreitung von Tausendfüßlern, dem Ausschlagen bestimmter Baumarten oder dem Auftauchen von Spinnennetzen, in denen Tau hängt. Zusätzlich erhalten sie Wettervorhersagen über das Radio oder Apps. COMACO stellt ebenfalls Wetterinformationen bereit.

Die Vorhersagen sind hilfreich, aber nicht ausreichend. „Sie kommen nur sporadisch“, sagt Daka. Sie würde regelmäßige Vorhersagen bevorzugen, möglichst täglich und zu Beginn jeder Regenzeit. Außerdem wären spezifische Ratschläge je nach Wetterentwicklung hilfreich: „Sie sollten mich nicht nur über Regenfälle informieren, sondern mir auch sagen, dass ich spätreifende Sorten säen soll, wenn guter Regen zu erwarten ist. Wenn es nicht viel Regen gibt, sollten sie mir raten, frühe Sorten zu säen – anstatt lediglich eine Nachricht zu schicken, dass es viel oder wenig regnen wird.“

Am liebsten hätte Daka diese Informationen als Textnachricht direkt vom Dienstleister. Eine Übermittlung über die staatlichen Agrarberater hält sie für weniger zuverlässig.


Till Below arbeitet für die GIZ im Projekt Climate Risk Insurance and Information in Zambia (CRIIZ).
till.below@giz.de

Dina Mambwe lehrt Agrarwissenschaft, Landnutzung, Ernährungssicherheit und Klimawandel an der Copperbelt University in Sambia. Die beiden Co-Autoren vertreten hier ihre persönliche Sicht.
dina.mambwe@cbu.ac.zm

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