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Fossilwirtschaft

Kohleboom in Bangladesch

von Nora Sausmikat, Quirin Jetschke

In Kürze

Arbeiterinnen und Arbeiter entladen Kohle von einem Schiff in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka.

Arbeiterinnen und Arbeiter entladen Kohle von einem Schiff in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka.

Bangladesch produziert aktuell rund ein Drittel mehr Energie, als es selbst benötigt. Trotzdem plant das Land 17 neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 20 Gigawatt und möchte so seinen Kohleanteil im Strommix von bisher fünf Prozent auf 40 bis 50 Prozent erhöhen.

13 dieser neuen Kraftwerke werden von chinesischen Staats- und Privatunternehmen getragen, davon sind momentan fünf im Bau. Alle diese Projekte gehen mit Landnahme und Bedrohung von Biodiversität einher. In eins der Kraftwerke investiert auch die durch China dominierte multilaterale Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (Asian Infrastructure Investment Bank – AIIB), an der auch Deutschland beteiligt ist und die sich rühmt, „lean, clean and green“ zu investieren. Umweltauflagen sowie angemessene Entschädigungen für die Landbesitzer wurden jedoch missachtet.

Doch auch deutsche Unternehmen fördern die nicht nachhaltige Entwicklung: Die Firma Fichtner ist leitendes Ingenieurbüro beim Bau des Kohlekraftwerks in Rampal mit einer Leistung von 1300 Megawatt, wodurch die größten Mangrovenwälder der Welt dauerhaft zerstört werden könnten. Mangrovenwälder sind wichtige CO2-Speicher.

Bangladesch hat gleichzeitig ein riesiges Potenzial an Solar- und Windkapazität und könnte durch ein Zusammenspiel internationaler, supranationaler und nationaler Akteure eines der ersten Länder werden, die ein dezentrales, grünes Energiesystem aufbauen.

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