Bildung

Initiativen, die Flüchtlingskindern helfen

Aufgrund von Unterfinanzierung können in vielen Flüchtlingslagern weder gute Schulbildung noch Alphabetisierungskurse für Erwachsene angeboten werden. Einige von ihnen schaffen dennoch Bildungsoptionen.

hat zuletzt im Herbst 2021 zu E+Z/D+C beigetragen. Er ist äthiopischer Journalist und lebte selbst im kenianischen Flüchtlingslagers Kakuma. Er ist Gründer und Chefredakteur von Kakuma News Reflector (Kanere), ein von Flüchtlingen gemachtes Online-Nachrichtenportal.

Grundschulkinder im libanesischen Flüchtlingslager Jusoor. QB Grundschulkinder im libanesischen Flüchtlingslager Jusoor.

„School-in-a-Box“ ist eine Initiative des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Aus Zentren in Dubai, Panama und China wird Lehr- und Lernmaterial innerhalb von 48 Stunden weltweit verschickt. Laut der gemeinnützigen Organisation Unite for Sight konnten „Millionen von Kindern und Flüchtlingen weltweit mit Materialkisten von School-in-a-Box unterrichtet werden.“

Innovativ ist auch Sambias „Book Bus“, betrieben von einer internationalen, regierungsunabhängigen Organisation. In Sambia, Malawi und Ecuador bringt der Bücherbus Kindern und Lehrern Bücher und Lesestoff. Der Bücherbus ist keine Flüchtlingsinitiative als solche, doch er hilft auch schlecht ausgestatteten Flüchtlingslagern. Im sambischen Meheba Camp hat er jede Schule angesteuert. Geschichten wurden vorgelesen und Lehrer bei der Planung von Unterrichtsstunden unterstützt.

Eine dritte Initiative entstand in Uganda, wo die regierungsunabhängige Organisation Finnish Refugee Council (FRC) Lese- und Schreibtraining für Erwachsene sowie Englischkurse anbot. 2019 sagte Massimo Lanciotti von FRC, dass seine Organisation die einzige NGO sei, die diese Art von Hilfe anbiete. Er befürwortete, dass die UN in vier Bezirken im Norden Ugandas ein Alphabetisierungsprogramm für Frauen aus dem Südsudan gestartet hat.

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