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Verheerende Feuer

Wenn Baurecht nicht befolgt wird

von Rukamanee Maharjan

In Kürze

Feuerwehrleute bei einer brennenden Keksfabrik im August 2021.

Feuerwehrleute bei einer brennenden Keksfabrik im August 2021.

Trotz formeller Sicherheitsvorgaben in den Bauvorschriften des Landes bleibt die Brandgefahr in Nepal hoch.

Im Finanzjahr 2020/2021 starben laut Innenministerium 99 Menschen, und 342 erlitten Verletzungen bei fast 2700 Bränden. Tatsächlich waren es sicherlich mehr, da viele Fälle nicht gemeldet oder erfasst werden. Brandgefahren gibt es überall – in modernen städtischen Hochhäusern wie in Hütten auf dem Land (siehe Hauptartikel).

Direkte Brandursachen sind oft Kurzschlüsse, unsachgemäßer Einsatz von Öllampen oder Kerzen, falsch entsorgte Zigarettenstummel und austretendes Gas. Tatsächliche Todesursache ist jedoch oft ein mangelhaftes Alarmsystem oder die Tatsache, dass Rettungsfahrzeuge nicht rechtzeitig anrücken können.

Im Februar 2022 starben vier Kinder und ein Erwachsener bei einem Hausbrand in einer der digital vernetzten „Smart Cities“ Nepals. Das Feuer brach in einem Schuhgeschäft im Erdgeschoss aus; es gab keinen Alarm, der die Menschen in den oberen Stockwerken hätte warnen können. Die Opfer im dritten und vierten Stock erstickten im Schlaf, ehe Hilfe kam.

Oft fehlen – obwohl gesetzlich vorgeschrieben – grundlegende Sicherheitsvorkehrungen wie Feuermelder und Feuerlöscher. Im Januar 2019 erlitten ein Ehepaar und sein Kind schwere Verbrennungen, als ihre Wohnung Feuer fing. Es gab keinen Alarm, und niemand hörte ihre Hilferufe. Als die Rettungsfahrzeuge kamen, war es zu spät.

Ist ein Feuer erst einmal ausgebrochen, lässt es sich wegen des Baumaterials oft kaum löschen. Viele Häuser in Nepal sind aus Holz und anderen brennbaren Stoffen gebaut. Drastischer wird es, wenn Löschfahrzeuge kaum durch schlechte Straßen kommen oder Ausrüstung fehlt. Nicht alle Städte und Gemeinden haben angemessene Feuerwehren oder sind ans Straßennetz angeschlossen.


Rukamanee Maharjan ist Juradozentin an der Tribhuvan-Universität in Kathmandu.
[email protected]

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