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Leichtathletik

Nährboden für Läufer

von Isaac Sagala

In Kürze

Läufer beim morgendlichen Training in Iten, Kenia.

Läufer beim morgendlichen Training in Iten, Kenia.

Iten ist eine kleine, gemütliche Stadt im Rift Valley im westlichen Kenia. Sie ist stolz auf ihren Ruf als „Heimat der Champions”, wie es auf einem Schild am Ortseingang heißt. Iten ist malerisch, mit einer atemberaubenden Landschaft, dichter grüner Vegetation, vielen Hügeln und sanften Tälern. Zufällige Besucher mögen dies für eine beliebige kleine, verschlafene Stadt halten. Aber der Ort ist von großer Bedeutung für Kenias Läufer: Dies ist die Heimat der Leichtathletik-Elite.

Hunderte Läufer aus aller Welt trainieren hier im High Altitude Training Centre. Über 2400 Meter über dem Meeresspiegel ist weniger Sauerstoff in der Luft. Der Körper der Athleten akklimatisiert sich an die Bedingungen, indem er die Zahl der roten Blutkörperchen vermehrt – und damit die Fähigkeit, Sauerstoff zu absorbieren. Höhentraining kann so Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer erhöhen.

Unter den bekannten Athleten, die dieses Trainingscenter genutzt haben, sind Mo Farah, der somalischstämmige britische Langstreckenläufer und Goldmedaillengewinner über 5 000 Meter und 10 000 Meter bei den Olympischen Spielen 2012, sowie Paula Radcliffe, die ehemalige britische Weltmeisterin im Marathon, Halbmarathon und Cross-Country-Lauf.

Sowohl die Elite der kenianischen Leichtathleten als auch Anfänger trainieren in diesem High Altitude Training Centre. Julius Kuto, ein Amateur-Athlet, rennt regelmäßig durch die Hügel und Täler von Iten. Er hofft, eines Tages eine Goldmedaille zu gewinnen und ein besseres Leben zu haben. „Ich möchte für meine Rennen in Erinnerung bleiben. Und ich hoffe, mit viel Training endlich Rennen zu gewinnen und genug Geld zu verdienen, um besser zu leben“, sagt Kuto.

Timon Motosio ist ein weiterer hoffnungsvoller junger Sportler. Er meint: „Die meisten Athleten schöpfen ihre Motivation aus ihrer Armut. Deswegen trainieren sie so hart, bis sie es schaffen. Ihr Ziel ist es, Geld zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen. Aber es gibt auch Leichtathleten, die sich einfach fürs Laufen begeistern und deswegen bei der Stange bleiben.“

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