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Afrikas Grüne Mauer

von Katja Dombrowski

In Kürze

Überweidung ist eines der Probleme, die Grasland in Wüsten verwandeln, hier in Namibia.

Überweidung ist eines der Probleme, die Grasland in Wüsten verwandeln, hier in Namibia.

Die Initiative Große Grüne Mauer (Great Green Wall Initiative) zielt darauf ab, geschädigte Landschaften in Afrika wiederherzustellen und damit das Leben von Millionen Menschen in der Sahelzone zu verbessern. Das Projekt startete 2007 und ist mittlerweile zu rund 15 Prozent fertiggestellt. Bis 2030 sollen 100 Millionen Hektar degradiertes Land wiederhergestellt, 250 Millionen Tonnen Kohlenstoff gebunden und mindestens 350 000 Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten geschaffen werden. Nach ihrer Fertigstellung wird die Mauer der größte zusammenhängende Grünstreifen der Welt sein – 8000 Kilometer lang über die gesamte Breite des Kontinents.

Mehr als 20 Länder der Region sind an dem Vorhaben beteiligt, vom Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten. Mehr als 8 Milliarden Dollar wurden für das Projekt zugesagt oder bereits gezahlt. Die Initiative bringt afrikanische Länder und internationale Partner unter der Leitung der Kommission der Afrikanischen Union zusammen.

Die Große Grüne Mauer verspricht unter anderem, Ernährungssicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen, Tausende von Arbeitsplätzen zu schaffen, insbesondere für Frauen und Jugendliche, und Risiken für die Menschen wie Dürre, Hungersnot, Konflikte und Migration zu mindern.

Nach Angaben der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), eines der wichtigsten Partner der Initiative, wurden bereits große Fortschritte bei der Wiederherstellung der Fruchtbarkeit der Böden in der Sahel-Region erzielt. Beispiele sind unter anderem:

  • Äthiopien: 15 Millionen Hektar degradiertes Land wurden wiederhergestellt und die Sicherheit des Landbesitzes verbessert.
  • Senegal: 11,4 Millionen Bäume wurden gepflanzt und 25 000 Hektar degradiertes Land wiederhergestellt.
  • Nigeria: 5 Millionen Hektar degradiertes Land wurden wiederhergestellt und 20 000 Arbeitsplätze geschaffen.
  • Sudan: 2 000 Hektar Land wurden wiederhergestellt.
  • Burkina Faso, Mali, Niger: etwa 120 Dorfgemeinschaften wurden beteiligt, ein Grüngürtel auf mehr als 2 500 Hektar degradierter und trockener Flächen geschaffen und mehr als 2 Millionen Samen und Setzlinge von 50 einheimischen Baumarten gepflanzt.

Die Initiatoren betonen, dass die Große Grüne Mauer einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) leiste und als globales Symbol dafür stehe, dass die Menschheit ihre größte Bedrohung überwinden könne: die immer schlechter werdenden Umweltbedingungen. Auf der Website der Initiative heißt es, der Bau der Grünen Mauer zeige, dass wir, „wenn wir mit der Natur arbeiten können, selbst an schwierigen Orten wie dem Sahel Widrigkeiten überwinden und eine bessere Welt für kommende Generationen schaffen können“.


Links

Die Initiative Große Grüne Mauer:
http://www.greatgreenwall.org

UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD):
https://www.unccd.int

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